Red Connection Neuigkeiten aus Nagaland August+September

Hallo liebe Freunde, 

im letzten Brief berichteten wir, von den Hochwasserproblemen. Vielen Dank für eure Anteilnahme, das hat sich soweit alles beruhigt. Es ist zwar immer noch Regenzeit, diese neigt sich aber langsam dem Ende zu und es gab keine weiteren Probleme mehr.

The Kid´s Garden
Wie schon öfters erwähnt, wachsen unsere Kinder in einem sehr schlimmen Umfeld auf. Sie sind umgeben von Prostituierten, Dieben, Alkohol- und Drogensüchtigen etc.
Sie sind allen möglichen Gefahren ausgesetzt und sehen Dinge, die sie in ihrem Alter nicht sehen sollten.
Wir sahen die Notwendigkeit, die Kinder über sexuelle Ausbeutung und Missbrauch aufzuklären. Außerdem werden in Nagaland immer wieder Kinder vermisst, meistens wurden diese gekiddnapt. Unsere Kinder stromern oft bis spät abends alleine herum.
Katrin besprach dieses Thema mit den Kindern und klärte sie darüber auf, welche Rechte sie haben und wie sie sich schützen können. Sie müssen wissen, dass der Intimbereich ganz ihnen gehört und niemand das Recht hat, das zu sehen und zu betasten.
Die Kinder waren sehr offen und beteiligten sich munter am Gespräch, leider bekamen wir da so manche Geschichten zu hören und mussten feststellen, dass einige unserer Mädchen schon Erfahrungen haben und angefasst wurden. Manche entgingen nur sehr knapp einer Vergewaltigung. Sie erzählten auch von einem älteren Mann, der in der Nachbarschaft wohnt und sie immer wieder versucht in sein Zimmer zu locken, dazu bietet er ihnen Geld an. Wann auch immer es ihm gelingt begrapscht er die Mädchen. In dem Stadtteil, in dem die Kinder wohnen und der “The Garden” ist, schafft leider keiner für Recht und Ordnung, auch die Polizei interessiert sich kaum für die Geschehnisse dort. So ist es sehr schwer so jemanden zur Rechenschaft zu ziehen, vor allem da wir keine handfesten Beweise haben.
Es war schockierend, die Geschichten der Mädchen zu hören, aber das Gute ist, dass sie recht taff sind und sich zu wehren wissen. Bisher konnten sie alle Angriffe abwehren und wir beten, dass das auch so bleibt.
Ein aufschlussreiches Gespräch 
Katrin und Aien (eine Naga Mitarbeiterin) waren im “The Garden” und eine unserer wenigen muslimischen Mädchen (Supriya) kam. Katrin bekam den Impuls, sie zu fragen, ob sie an den G*t.t ihrer Eltern glaubt oder an unseren Herrn. Supriya´s Augen leuchteten und sie erläuterte überschwenglich, dass sie J…s von Herzen liebt, aber ihre Mutter schimpft immer mit ihr, wenn sie Lobpreislieder singt oder von ihm redet.
Manchmal ist sie auch verwirrt, da ihre Eltern sagen, das ist richtig und wir und in der Schule sagen, diese Richtung ist wahr. Wir sprachen über die Unterschiede der Glaubensrichtungen und ermutigten sie, ihre Mutter zu respektieren, aber ihrem Herzen zu folgen, mit dem einen wahren Herrn zu reden und ihre Beziehung zu diesem zu pflegen.
Zuwachs
Wir strauchelten bei den Kinderprogrammen und auch bei den Jugendlichen mit Anbetung, da keiner der Mitarbeiter darin eine Begabung hat. Ein Bekannter aus der Gemeinde hat davon erfahren und unterstützt uns nun dabei. Er ist Student und ist zweimal die Woche bei uns. Einmal bei den Kids und einmal bei den Jugendlichen. Das unterstützt uns sehr. Vor allem die Kids lieben ihn und sie genießen es, lautstark zu singen.

Mitarbeiterausflug

Wir fuhren mit den Red Connection Mitarbeitern für zwei Tage in ein Resort. Es war eine Zeit der Erholung, des besseren Kennenlernens, der Erfrischung und des neu Auftankens.
Wir hatten jede Menge Spaß im Pool und auch sonst.
Die Gegenwart unseres Herrn war so stark. Eine der Mädels hatte seit der Kindheit lähmende Angst vor Wasser, dass sie sogar kaum in der Lage war Brücken zu überqueren. Nun konnte sie dies überwinden und hat es sogar gewagt in den Pool zu steigen. So etwas, war bisher noch nie möglich.
Wir freuten uns alle mit ihr.

Eine weitere Teilzeitmitarbeiterin, war so ausgebrannt von ihrer eigentlichen Arbeitsstelle als Lehrerin und auch von ein paar anderen Problemen, dass sie depressiv wurde. Auch ihre Beziehung zum Herrn war sehr geschwächt. In einer Lobpreiszeit sprach der Herr durch Eindrücke zu ihr und befreite sie von ihren Lasten. Sie empfing so viel Freude und hörte nicht mehr auf zu reden. Glücklich erklärte sie uns, dass dieses Wochenende nur für sie war und dies die besten 2 Tage seit vielen Jahren waren.

Aki und Katrin
wie schnell doch die Zeit vergeht. Am 17. September feierten Katrin und Aki ihren ersten Hochzeitstag. In Nagaland wird dieser in der Regel groß gefeiert. Somit hatten auch wir ein kleines Fest mit Familie, Nachbarn, Mitarbeitern und Freunden bei uns zu Hause. Es war schön mit so vielen, uns wichtigen Menschen zu feiern.
 

Mitarbeiterunterkunft und Büroräume
Vor kurzem machte eine junge einheimische Frau ein Praktikum bei uns, da wir auf der Suche nach vollzeit Mitarbeiter sind. Eigentlich klappte alles ganz gut, es machte ihr Spaß und sie hat auch super reingepasst. Aber das große Problem war, dass wir keine Unterkünfte haben. Sie kommt aus einer weiter weg entfernten Stadt und hat in Dimapur keine Wohnung Sie konnte bei Verwandten unterkommen, aber deren Zuhause ist zu weit weg von uns. Der Weg zur Arbeit war zu weit und das schreckte sie ab. Wieder einmal konnten wir sehen, dass wir dringend Mitarbeiterunterkünfte und auch Büroräume brauchen.
Wir haben ein geeignetes Objekt, aber es fehlt noch einiges an Finanzen.
Wer hat es auf dem Herzen uns dabei zu unterstützen?
Wir haben dafür ein extra Konto angelegt:VDM e.V.
IBAN DE33291676240012577600
BIC GENODEF1SHR
Verwendungszweck:
Red Connection Haus AC437400

Bitte betet mit uns:

  • um Schutz für die Kinder vor sexuellem Missbrauch
  • für Supriya, dass sie ihren Weg findet
  • für die Mitarbeiterunterkunft
  • für mehr vollzeit Mitarbeiter

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